Love Parade Berlin soll Techno-Party veranstalten
Berlin - In den kommenden Jahren soll es keinen Streit mehr um die Route und den Termin der Love Parade geben. Der Berliner Senat sowie Politiker von CDU und SPD planen nach einem Bericht der "Berliner Zeitung", die weltgrößte Techno-Party von 2002 an in den Veranstaltungskalender der Hauptstadt aufzunehmen - wie den Berlin-Marathon oder den Karneval der Kulturen. Dann könnte der Umzug regelmäßig am zweiten Juli-Wochenende im Tiergarten stattfinden. Demonstrationen von Umweltschützern oder Love-Parade-Gegnern hätten dann keine Chance mehr, den Umzug auf der Straße des 17. Juni zu verhindern.
Der Terminstreit um die diesjährige Parade hält unterdessen an. Einer der drei Demonstrations-Anmelder für den 21. Juli, eine Gruppe von Lehrern, hat inzwischen jedoch eingelenkt und will ihre Demonstration verschieben. Die Lehrer wollten nun im September gegen den Bildungsnotstand demonstrieren, sagte ein Sprecher der Berliner Innenverwaltung. Mit den beiden verbleibenden Anmeldern, den Love Parade-Veranstaltern und der Bürgerinitiative "Aktion 2000", würden weitere Gespräche geführt, einen Runden Tisch gebe es - anders als von der Bürgerinitiative angekündigt - aber nicht.
Sollte es zu keiner Einigung kommen, werde die Bürgerinitiative, die sich als Erstanmelder verstehe, vor Gericht ziehen, sagte "Aktion 2000"-Sprecher Burkhard Lenz. Innensenator Eckart Werthebach (CDU) hatte vor Ostern die Anmeldung der Love-Parade-Veranstalter für den 21. Juli durch den Tiergarten angenommen. Gleichzeitig untersagte er die für den 14. Juli angemeldete Streckenvariante, bei der Raver und Gegendemonstranten an der Siegessäule aufeinander getroffen wären.