"Mad"-Aus: Witzlos
US-Humor-Institution Stöhn! "Mad"-Magazin steht vor dem Aus
Der grinsende Junge mit den abstehenden Ohren auf dem Titelbild, der aktuelle Themen parodistisch aufgreift, ist das Aushängeschild; im Inneren gibt es satirischen Humor in Wort und Bild. Mit diesem Konzept wurde das Magazin "Mad" zum Klassiker; die erste Ausgabe des am längsten erscheinenden Satiremagazins der USA erschien schon 1952 (lesen Sie hier, wie es in Deutschland in den Siebzigern zum Kultblatt wurde.)
Nun aber gibt es übereinstimmende Berichte, wonach ein Ende des Humorblatts naht.
Ein langjähriger "Mad"-Redakteur hatte zunächst in einer privaten Facebook-Gruppe verraten, dass das Magazin keine neuen Inhalte mehr veröffentlichen werde. Nachdem ein Blogger dies öffentlich machte, bestätigten der langjährige "Mad"-Autor David DeGrand und seine Kollegin Sarah Aswell die Pläne auf Twitter.
Der Verlag, in dem "Mad" in den USA erscheint, DC Comics, bestätigte der Nachrichtensite "Cnet.com" , dass die Ausgabe 9/2019 die letzte sei, die am Kiosk erhältlich sein werde. Danach werde man "Mad" nur noch per Abonnement und im Direktverkauf erhalten können. Der Inhalt der Hefte werde aus Nachdrucken alter Artikel und Comics bestehen, aber mit jeweils neuen Titelseiten. Auch die Jahresendausgabe und gelegentliche Buchveröffentlichungen solle es weiter geben.
So oder so ist es eine Zäsur in der Humor-Landschaft nicht nur der USA. Titelheld Alfred E. Neumann, Cartoonisten wie Don Martin, Sergio Aragonés oder Mort Drucker waren auch in Deutschland sehr bekannt. Chefredakteur der deutschen Ausgabe war von den Siebzigerjahren an bis 1991 Herbert Feuerstein. In Deutschland, wo der Verlag Panini in Besitz der "Mad"-Lizenz ist, wurde bereits Anfang 2019 die Veröffentlichung regelmäßiger Magazinausgaben eingestellt, wie die Medienseite "Clap Club" im Februar meldete .