Madrid Vorhang auf für Antonio
Madrid - Der Hauptsaal soll ein Fassungsvermögen von 2160 Plätzen haben und im früheren Hauptgebäude des Bahnhofs eingerichtet werden. Die Kosten der Investition werden nach spanischen Presseberichten vom Donnerstag auf 18 Millionen Mark (1,5 Milliarden Pesetas) geschätzt. Davon will der 39-jährige Banderas, der aus Malaga in Südspanien stammt, ein Drittel übernehmen. Den Rest finanzieren andere Teilhaber.
An dem Vorhaben sind zu jeweils gleichen Teilen auch der Theaterproduzent Luis Ramirez und die Allgemeine Gesellschaft der Autoren und Verleger (SGAE) beteiligt. "Dies ist das erste Theater der Welt, das in einem Bahnhof entsteht", sagte ein Sprecher der SGAE. Das Gebäude, das schon seit vielen Jahren nicht mehr als Fernbahnhof genutzt wird, steht unter Denkmalschutz. Die Behörden erklärten sich mit dem Theaterprojekt einverstanden unter der Voraussetzung, dass die Fassade des Bahnhofs erhalten bleibt.
Das Theater soll die modernsten technischen Bühnen-Einrichtungen erhalten. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Herbst vorgesehen. Die Einweihung des Theaters ist für Ende nächsten Jahres geplant. Der Bahnhof in der Nähe des königlichen Palastes wird derzeit als Kulturzentrum genutzt. In einem Teil des Gebäudes ist die U-Bahn-Station "Principe Pio" untergebracht.