Medien: Osthoff soll Grimme-Preis bekommen - DER SPIEGEL
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Medien Osthoff soll Grimme-Preis bekommen

Die befreite Irak-Geisel Susanne Osthoff soll einen der begehrten Medienpreise des Grimme-Instituts bekommen. Osthoff habe in ihren TV-Interviews polarisiert und die Öffentlichkeit zum Nachdenken angeregt.
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Marl - Eine Sprecherin des Adolf-Grimme-Instituts bestätigte heute gegenüber der Nachrichtenagentur ddp, dass Susanne Osthoff für ihre Interviews im ZDF-"heute-journal" und in der ARD-Sendung "Beckmann" nominiert werden solle.

Begründet wurde der Vorschlag damit, dass Osthoff bei ihren Fernseh-Auftritten den "typischen festgefügten Projektionen, die sich Medien von Menschen und Geschehen machen, eindrucksvoll entzogen" und den Respekt eingefordert habe, den die Medienschaffenden vor ihren Objekten und ihrer Umwelt "längst verloren hätten". Zudem habe sie die Erwartungshaltung der öffentlichen Meinung "beispielhaft unterlaufen und damit gezeigt, worin Freiheit wirklich besteht: im Verzicht auf Beifall und Zustimmung anderer". Osthoff habe die Öffentlichkeit polarisiert und zum Nachdenken gebracht "wie kein zweiter TV-Akteur im Nominierungszeitraum".

Der Grimme-Sprecherin zufolge wird jeder Zuschauervorschlag von der Nominierungskommission geprüft, die sich in der nächsten Woche berate. Die Bekanntgabe der Nominierten soll am 26. Januar erfolgen.