Modefotografie Star-Fotograf Avedon gestorben
Los Angeles - Wie eine Sprecherin des Magazins "The New Yorker" mitteilte, starb er in einem Krankenhaus im US-Staat Texas an den Folgen einer Hirnblutung, die er vorigen Monat während eines Fototermins für das Magazin in San Antonio erlitten hatte.
Avedon war von 1945 bis 1965 als Fotograf für die US-Modezeitschrift "Harper`s Bazaar" tätig. und machte sich international einen Namen als Modefotograf. Seine Modelle lichtete er nicht im Studio ab, sondern setzte sie auf der Straße in Szene. Seine Popularität spiegelte sich in den 50er Jahren auch in dem ihm gewidmeten Filmmusical `Funny Face" wider, in dem ein Modefotograf eine unscheinbare Buchhändlerin zum berühmten Model macht.
Zu den Markenzeichen seiner Fotos gehörte ein weißer Hintergrund. Bekannt wurde er zudem durch Portraits von Brigitte Bardot, Charlie Chaplin, Marilyn Monroe. Eines der meist diskutierten Werke seiner Zeit war ein Foto von Nastassia Kinski 1981, eingehüllt in eine lange Python. "Ich habe die Person, an der ich interessiert bin und die Sache, die zwischen uns geschieht", erklärte Avedon 1994 zu seiner Technik.
Avedon wurde 1992 zum Chef-Fotografen des "New Yorker", nachdem er in den USA für mehrere Modezeitschriften gearbeitet hatte. Auch jenseits der Laufstege drückte Avedon auf den Auslöser. Unter anderem sorgten mutige Bilder zum Vietnamkrieg und die Darstellung von Ex-Präsident Eisenhower als greisen Mann für Gesprächsstoff. Auf der Liste der Top-Fotografen setzte das US-Magazin "American Photo" ihn auf Platz eins. Im Jahr 2000 war Avedon Preisträger des mit 20.000 Euro dotierten "Berlin Photography Prize".