Musikmagazine: Der "Rolling Stone" rollt nach München - DER SPIEGEL
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Musikmagazine Der "Rolling Stone" rollt nach München

Unruhe an der Musikblätter-Front: Die bisher in Hamburg produzierte deutsche Ausgabe des "Rolling Stone" wird ab der Oktober-Ausgabe bereits in München erscheinen. Der alte Chefredakteur ist auch der neue: Bernd Gockel wechselt mitsamt der Lizenz für das renommierte US-Magazin zur Springer-Tochter AS Young Mediahouse.
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Hamburg - Der "Rolling Stone", seit 1994 eines der erfolgreichsten deutschen Musikmagazine, beschäftigt schon seit einigen Wochen die Medienbeobachter. Gründer und Chefredakteur Bernd Gockel (ehemals "Musikexpress") wollte zum September den kleinen Hamburger DRS Verlag verlassen. Jetzt bleibt er doch - unter veränderter Verlagskonstellation. Sein bisheriger Vize Arne Willander arbeitete bereits mit Hilfe des Medien-Entwicklers Diddo Ramm (ehemals "Max") unter Hochdruck daran, dem Blatt ein inhaltliches und ästhetisches Lifting zu verpassen.

Doch nun kam alles ganz anders. Der amerikanische "Rolling-Stone"-Herausgeber Jann S. Wenner hat offenbar von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht und einen Deal mit Moritz von Laffert, Geschäftsführer des Springer-Jugendsegments AS Young Mediahouse in München geschlossen. Die Lizenz für die deutsche Ausgabe des US-Magazins wandert also nach München, wo das Blatt unter der Ägide des Springer Verlags neu zu gestalten sein wird - unter der Leitung von Ex-Chef Gockel, den Laffert wieder unter Vertrag nahm. Den in Hamburg arbeitenden Redakteuren sollen Übernahme-Angebote gemacht werden.

Beim Münchner Springer-Ableger erscheint schon das Konkurrenzblatt "Musikexpress" sowie eine Reihe von Jugend- und Musik-Titeln wie "Yam", "Hammer" und "Popcorn".