Neues Video: Buddha-Statuen endgültig zerstört - DER SPIEGEL
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Neues Video Buddha-Statuen endgültig zerstört

Die Buddha-Statuen in Afghanistan, von der Uno zum Weltkulturerbe erklärt, sind völlig zerstört. Das zeigt ein neues Video. Die Taliban-Milizen geben dem Westen die Schuld daran.
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Dubai - Ein anonymer Zeuge hat ein Video von den Resten der weltberühmten Statuen gedreht. Der Nachrichtensender CNN  dokumentiert die Bilder auf seiner Internet-Seite.

Der Westen ist schuld

Die radikal-islamischen Taliban-Milizen in Afghanistan haben die Zerstörung der Buddha-Statuen verteidigt. Grund war demnach ihre Verärgerung über westliche Diplomaten, die Geld für die Erhaltung der Kulturgüter anboten, aber Hilfe für die Hunger leidende Bevölkerung Afghanistans verweigerten. "Wenn du deine Kinder vor dir sterben siehst, ist dir ein Kunstwerk gleich", sagte ein Taliban-Sprecher in einem Interview der "New York Times". Dajed Rahmatullah Haschimi, ein Berater des Taliban-Führers Mullah Mohammad Omar, hält sich derzeit in den USA auf, um nach eigenen Angaben das Verhältnis seines Landes zum Westen zu verbessern. Seiner Schilderung nach gab der Besuch einer Delegation europäischer Diplomaten und eines Abgeordneten der Uno-Kulturbehörde UNESCO im Februar den letzten Anstoß zur Zerstörung der Statuen.

Während Uno-Hilfsagenturen vor den Auswirkungen der langen Dürre und eines besonders harten Winters warnten und den Hungertod von einer Million Menschen in Afghanistan voraussagten, hätten die Besucher aus Europa nur die Buddha-Figuren im Kopf gehabt. Die Bitte der Taliban, dass für die Erhaltung der Statuen angebotene Geld besser für die hungernden Kinder einzusetzen, hätten die Besucher abgelehnt und darauf beharrt, dass "das Geld nur für die Statuen" zu verwenden sei.