Otfried Preußler: Ein Leben für das Glück der Kinder
Reaktionen auf Otfried Preußlers Tod "Ein Platz im Olymp"
Hamburg - "Es war ein Platz für ihn freigehalten im Olymp der deutschen Kinderbuchautoren, zwischen Kästner und Michael Ende. Den hat Otfried Preußler jetzt eingenommen", sagte Kinderbuchautor Andreas Steinhöfel zum Tod des Kollegen Otfried Preußlers.
Steinhöfel ("Rico, Oskar und die Tieferschatten") ist selbst mit Preußlers Märchen und Erzählungen aufgewachsen: "Seine Figuren, so klein sie auch sein mochten - Hexe, Gespenst und Wassermann - gaben mir als Kind stets das wunderbare Gefühl, selber groß zu sein."
Preußler war der Schöpfer von Klassikern wie "Der Räuber Hotzenplotz", "Die kleine Hexe" und "Krabat". "Kinder wie Erwachsene haben ihn und seine Bücher geliebt, das wird sich auch nicht ändern. Wir werden uns gern weiter von seinen Geschichten verzaubern lassen", sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, der Preußler 2010 den Maximiliansorden verliehen hatte, sagte am Mittwoch: "Er konnte auf liebenswürdige Weise belehren: nicht mit dem Zeigefinger, sondern durch ein offenes und mitfühlendes Herz." Und weiter, "Wir sind alle traurig, dass wir diesen großartigen Schriftsteller verloren haben."
Auch "Sams"-Erfinder Paul Maar äußerte sich über den Schriftsteller. "Otfried Preußler hat eine Reihe von Büchern geschrieben, die schon heute als Kinderbuchklassiker gelten und seit mehreren Generationen geliebt und (vor-)gelesen werden", sagte Maar.
Der Münchner Filmproduzent Jakob Claussen bedauerte, dass Preußler die Verfilmung von "Das kleine Gespenst" nicht mehr miterlebe: "Wir hatten uns das ein bisschen als Geschenk zu seinem 90. Geburtstag vorgestellt."