Plakat-Verbot Kein Sex in Jerusalem-City
Hamburg - Wenn das Manolo Blahnik wüsste! "Sex and the City", die Verfilmung der gleichnamigen TV-Erfolgsserie, kommt in Israel marketingmäßig eher barfuß daher statt auf sexy High Heels wie denen von Blahnik, des Leib-und Magen-Designers der vier Hauptfiguren. Der Grund: In zwei israelischen Städten muss der Film praktisch ohne Werbung auskommen.
Der israelische Verleih erklärte am Dienstag, in Jerusalem und Petah Tikja sei ein Großteil der Bevölkerung gläubig. Die Verwaltungen beider Städte wollen daher das Wort "Sex" nicht in der Öffentlichkeit sehen - was eher ungünstig für allerlei Werbemaßnahmen ist, wenn man bedenkt, dass eben dieses Wort Bestandteil des Filmtitels ist.
Im Rest des Landes darf am Dienstagabend allerdings die Plakatwerbung für den Film beginnen, der am 29. Mai weltweit in die Kinos kommt und letzte Woche mit viel Pomp in Berlin Premiere feierte.
Hauptdarstellerin Sarah Jessica Parker, 43, kennt sich aus mit derlei Eingriffen. Bereits vor sieben Jahr hatte ein Werbeposter mit der US-Schauspielerin in einem knappen Kleid in Israel für Aufsehen gesorgt.
Damals war die Lösung des Poster-Problems vergleichsweise einfach: Das freizügige Plakat wurde durch ein anderes ersetzt, das Parker in einem züchtigeren Gewand zeigte.
Das Wort "Sex" im Filmtitel auszutauschen, dürfte größere Probleme bereiten.
tdo/AP