Playboy: Mit jugendfreien Komödien ins Kino - DER SPIEGEL
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Playboy Mit jugendfreien Komödien ins Kino

Mit jugendfreien Komödien und Actionfilmen will das Erotikunternehmen Playboy Enterprises Inc. sein Geschäftsfeld erweitern und so ein breiteres Publikum ansprechen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Erotik ist das Geschäft des "Playboy" und das der Mediengesellschaft Playboy Enterprises Inc. mit Sitz in Chicago. Nun will das Unternehmen - das im vergangenen Jahr 47,6 Millionen Dollar Verlust gemacht hatte - ein insgesamt breiteres Publikum ansprechen. Unter dem "Playboy"-Label sollen sich neben Porno-Fans schon bald auch Jugendliche in Kinosälen amüsieren dürfen, mit jugendfreien Komödien und Actionfilmen versteht sich.

"Die Kraft unserer Marke weltweit wird so gut funktionieren, denke ich, dass das hoffentlich ein sehr erfolgreicher Schritt für uns wird", sagte Playboy-Vize-Präsident Richard Rosenzweig am Mittwoch (Ortszeit) in Los Angeles, als er die neuen Pläne bekannt gab. Die Filme, jeweils mit einem Budget von umgerechnet rund 55 Millionen Mark, sollen die glamouröse Lebensart zeigen, für die "Playboy"-Gründer Hugh Hefner, 75, bekannt ist.

Hefners Stil fänden viele Menschen sehr erstrebenswert, sagte der Chef von Threshold Entertainment, Larry Kasanoff, dessen Firma auf Actionfilme spezialisiert ist und die nun mit Playboy Enterprises Inc. zusammenarbeiten werden. "Die Filme sind nicht das, was Sie von uns erwarten würden, weil wir vor allem Action gemacht haben", versprach Kasanoff. Die erste Produktion ist bereits geplant: Zwei junge Männer versuchen, sich Einlass zu einer Party von Hefner zu verschaffen.

Die Märkte reagierten erfreut auf die neuen Pläne: An der Wall Street stieg die Playboy-Aktie am Mittwoch um zehn Cent und lag damit bei 14,40 Dollar.