Privatsender: Mäuseköpfe und nackte Hintern - DER SPIEGEL
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Privatsender Mäuseköpfe und nackte Hintern

Nach dem Erfolg von "Big Brother" will nun der sächsische Privatsender PSR den nächsten Exhibitionismus-Coup landen: 250.000 Mark Prämie winken dem Kandidaten, der sich öffentlich am effektvollsten blamiert.
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Leipzig - "Big Brother" und die "100.000-Mark-Show" haben es bewiesen: Wenn nur das Preisgeld stimmt, liegt die Hemmschwelle bei den meisten ziemlich niedrig. Die öffentliche Zurschaustellung der Kandidaten befriedigt die Sensationslust der Zuschauer - und sorgt bei den Sendern für Quote.

Dass man mit Tiefschlägen unter der Geschmacksgrenze Aufsehen erregen kann, hat nun auch Radio PSR aus Leipzig gemerkt. "Was würden Sie für 250.000 Mark tun", fragt der Privatsender seine Hörer. Anscheinend ziemlich viel: Seit dem Beginn der Aktion am Montag dieser Woche haben sich nach Angaben des Senders rund 25.000 Anrufer gemeldet und Vorschläge zur publikumswirksamen Selbsterniedrigung gemacht.

Was sich Zuhörer und Veranstalter darunter vorstellen, wird aus den Angeboten schnell deutlich: Eine Mittvierzigerin aus Leipzig will einen Tag lang im Supermarkt oben ohne kassieren. Eine 16-jährige Gymnasiastin bietet an, in der Leipziger Innenstadt 2000 Menschen den nackten Hintern zu küssen. Noch unappetitlicher ist der Vorschlag eines Zuhörers aus dem Erzgebirge, der zwei lebenden Mäusen die Köpfe abbeißen und dazwischen noch eine Bockwurst essen will.

Aus der Flut der Anrufer werden täglich drei Kandidaten ausgewählt, deren Angebote dann im Programm vorgestellt werden. Einzige Bedingung für die Teilnehmer: Die Idee darf nur in Sachsen umgesetzt werden. Am 20. April soll der Sieger, der in einem Finale ermittelt wird, feststehen.