Reaktionen "Hoffentlich geht es ihr jetzt besser"
Berlin - Bundeskanzler Gerhard Schröder zeigte sich erschüttert: "Mit Hildegard Knef hat unser Land und insbesondere ihre Wahlheimat Berlin eine der populärsten Künstlerinnen verloren", schrieb Schröder am Freitag in einem Kondolenztelegramm an Knefs Ehemann Paul von Schell. Ihr Tod habe bei allen Menschen, denen sie über die Jahrzehnte als Künstlerin und Schriftstellerin begegnet sei, Trauer und Bestürzung ausgelöst. "Unverwechselbar wie sie war, hat Hildegard Knef ihre Rollen mit größter Professionalität und kraft ihrer Persönlichkeit geprägt", schrieb Schröder. "Ob als Schauspielerin, Chansonsängerin oder Autorin: sie fand immer einen Weg in die Herzen ihres Publikums - nicht nur in Deutschland".
"Ein Stern am Berliner Künstlerhimmel ist erloschen. Hildegard Knef war eine wunderbare Botschafterin Berlins", würdigte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) die einstige Diva des deutschen Films und populäre Chansonsängerin. "Wir werden Hildegard Knef vermissen - ihre rauchige Stimme, ihre großen Augen, die immer ein wenig erstaunt auf diese Welt blickten."
Auch Schauspielerkollegen zeigten sich bestürzt über den Tod der Künstlerin und zugleich erleichtert, dass Knef von ihren Leiden erlöst wurde. "Sie hat jahrelang schrecklich gelitten - hoffentlich geht es ihr jetzt besser", sagte die Schauspielerin Brigitte Mira.
"Die Todesnachricht hat mir einen Schock versetzt", erklärte die Schauspielerin Inge Meysel in Hamburg. "Für mich ist Hildegard Knef noch eine junge Frau gewesen", sagte die 91-Jährige.
"Die Künstlerin Hildegard Knef konnte vieles - und sie konnte vieles ungewöhnlich gut", sagte Bundespräsident Johannes Rau.
"Hildegard Knef hat Filmgeschichte geschrieben und steht wie kaum eine andere Schauspielerin für den deutschen Film der Nachkriegszeit", sagte Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin.
"Ich habe eine muntere Hildegard Knef erlebt. Ich habe sie empfunden als witzige, wortgewaltige Person. Sie war eine der letzten Diven, die wir in Deutschland hatten", schwärmte Talkmaster Johannes B. Kerner, der die Knef im Januar 2001 interviewt hat.
"Sie war eine tapfere und streitbare Frau", sagte Liedermacher Konstantin Wecker.
Der Berliner Schauspieler Günter Pfitzmann sagte: "Hilde ist endlich erlöst." Ihre körperlichen Beschwerden habe sie stets mit Satire und Sarkasmus zu überwinden versucht.