Reality-TV: Vom Container ins Weltall - DER SPIEGEL
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Reality-TV Vom Container ins Weltall

Nach Container, Burg und Insel haben Reality-TV-Macher jetzt das Kosmonauten-Trainingscamp im Visier: Die Trainer entscheiden, wer rausfliegt, der Gewinner fliegt zur Weltraumstation Mir.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Washington - Mark Burnett, der Produzent der US-Reality-Serie "Survivor", arbeitet an einem neuen Projekt für die amerikanischen Fernsehzuschauer: Bei der geplanten Sendung mit dem Titel "Destination Mir" treten 13 bis 15 Spieler gegeneinander an, berichtete die Zeitung "USA Today". Der Gewinner fliegt für zehn Tage zur Raumstation Mir.

Die Teilnehmer werden zuvor auf ihre physischen und mentalen Fähigkeiten getestet. Die Ausgewählten kommen ins russische Trainingscamp Star City, wo sie sich unter den Augen des Fernsehpublikums auf die Mission vorbereiten. Jede Woche entscheiden Raumfahrtexperten, wer rausfliegt.

Die geschätzten Kosten für das Training des Siegers und die Mission zur Mir belaufen sich auf 40 Millionen Mark. Ursprünglich hatte Burnett mit der Nasa verhandelt, doch die US-Raumfahrtbehörde lehnte ab, da sie ihr Raumfahrtprogramm nicht privatisieren wollte.

Daraufhin nahm er Kontakt mit der neu gegründeten amerikanisch-russischen Gesellschaft MirCorp auf, die im nächsten Jahr als ersten Privatmann den Millionär Dennis Tito für 40 Millionen Mark zur Raumstation schickt. Titos Raumflug soll nach den Plänen Burnetts als Vorspiel zur neuen Reality-Serie dienen.