Rundfunkgebühr ZDF will 44 Cent mehr
Kiel - Das ZDF hat einen zusätzlichen Finanzbedarf von 2,4 Prozent bei der zuständigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarf (KEF) angemeldet. Das gab Intendant Markus Schächter am Freitag nach einer Sitzung des ZDF-Fernsehrates in Kiel bekannt.
Die geforderte Gebührenanpassung sei sehr moderat" ausgefallen weil die Anstalt in den vergangenen Jahren einen strikten Sparkurs eingeschlagen habe, sagte Schächter. Für die nächste Gebührenperiode der Jahre 2009 bis 2012 ergibt sich damit rechnerisch ein Mehrbedarf des ZDF pro Gebührenhaushalt von 44 Cent im Monat. Derzeit erhält das ZDF einen Anteil von 4,39 Euro an den Monatsgebühren von 17,30 Euro.
Die ARD hatte die neue Gebührenrunde bereits Anfang Mai eingeläutet und einen Mehrbedarf von 95 Cent angemeldet. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Erhöhung von zwei Prozent.
Die für die Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten zuständige KEF prüft nun diesen angemeldeten Mehrbedarf und schlägt dann den Umfang der Gebührenerhöhung vor. Dieser muss anschließend zuerst von den Ministerpräsidenten der Länder und dann von den Landtagen abgesegnet werden.
In der vergangenen Gebührenperiode bis Ende 2007 hatten sich die Länder nicht an den Vorschlag der KEF gehalten, sondern eine geringere Gebührenerhöhung beschlossen. Dagegen haben ARD, ZDF und Deutschlandradio geklagt. Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes wird nicht vor dem Sommer erwartet. Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks soll nach einem Beschluss der Ministerpräsidenten allerdings generell neu geregelt werden.
dan/AFP