Salzburger Festspiele Wien und die Stadt reduzieren ihre Subventionen
Salburg - Die Salzburger Festspiele müssen in den kommenden Jahren mit weniger Geld auskommen: Der österreichische Staat wird ab 2001 seine Subventionen um sieben Prozent reduzieren. Auch die Stadt Salzburg will die finanzielle Unterstützung um zwei Prozent kürzen. Begründet wurden die Massnahmen nach Medienberichten vom Samstag mit Sparmassnahmen der Regierung und der Stadt. Festspiel-Intendant Gerard Mortier zeigte sich über die Kürzungen schockiert.
"Es war wie der Kuss der Spinnenfrau", sagte er nach der Kuratioriumssitzung vom Freitag, bei der Jürgen Flimm zum neuen Schauspielleiter bestellt worden war. Die Programmgestaltung für 2001 werde durch den Subventionsentfall schwierig, zudem seien die Barock- und Osterfestspiele gefährdet, sagte Mortier. Auch eine Anhebung der Kartenpreise sei möglich.
Flimm, der Intendant des Hamburger Thalia Theaters und Präsident des Deutschen Bühnenvereins, wird ab Oktober 2001 die Leitung des Schauspiels der Salzburger Festspiele übernehmen. Der 58-jährige Theatermann wird Nachfolger von Frank Baumbauer, der ab September 2001 neuer Intendant der Münchner Kammerspiele wird.