"Scheibenwischer"-Streit Bruno Jonas droht ARD mit Abschied
Berlin - Jonas zufolge wollten die für die Produktion verantwortlichen ARD-Anstalten BR und RBB dem Programmchef Günter Struve und den übrigen Landesrundfunkhäusern vorschlagen, die Sendung auf dienstags, 23 Uhr, zu verlegen. Dort läuft allerdings die vom WDR produzierte Talksendung "Menschen bei Maischberger". Die Programmdirektoren beraten bis Dienstag in Potsdam. Ein ARD-Sprecher sagte, es sei noch offen, ob die Sendung um eine halbe Stunde nach hinten rutsche oder eine andere Lösung gefunden werde.
Harald Schmidt wird erstmals am 23. Dezember und dann vom 19. Januar 2005 an immer mittwochs und donnerstags um 23 Uhr seine kommende Late-Night-Show im Ersten präsentieren. Zur Gegenfinanzierung hatte Sport- und BR-Intendant Thomas Gruber vorgeschlagen, auf Uefa- und DFB-Pokalspiele zu verzichten. In der ARD hieß es dazu, dies sei keine innerhalb des Senderverbunds abgestimmte Position. Über einen etwaigen Verkauf sei noch nicht entschieden.
Die "Financial Times Deutschland" schätzt indes, dass die ARD pro Jahr mindestens acht Millionen Euro an Schmidt zahlt. Die Summe ergebe sich aus Schmidts Tagessatz bei Sat.1, wo er für Produktion und Honorar Sendermanagern zufolge 100.000 Euro pro Show bekommen haben soll. Am Ende soll Schmidt 20.000 Euro mehr Gage verlangt haben. Der ARD-Vorsitzende Jobst Plog hatte bereits angekündigt, die Ausgaben für Schmidt durch Einsparungen vor allem bei den Sportrechten finanzieren zu wollen.
Christina Denz, ddp