Schleichwerbung "Pastewka" unter Verdacht
Über dieses Thema dürfte nicht einmal Spaßvogel Bastian Pastewka Lachen können. Der Medien-Branchendienst "Funkkorrespondenz" berichtet, dass die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) zwei Folgen der Comedyshow untersuchen will. Es werde geprüft, ob unerlaubte Werbung für eine Fast-Food-Kette und für die Postbank betrieben worden ist.
"Wir wissen noch gar nichts von einer Prüfung", sagte Katja Plüm von der für "Pastewka" zuständigen Produktionsfirma Brainpool gegenüber SPIEGEL ONLINE. Auch beim Sender Sat.1 ist man überrascht. "Uns liegt keine Klage vor", sagte Jutta Kehrer, stellvertretende Leiterin der Unternehmenskommunikation beim Sender. Sie hält die Vorwürfe für haltlos: "In der Sendung soll eine Lebenssituation von Bastian Pastewka dargestellt werden, darum werden die Situationen auch real dargestellt."
Laut "Funkkorrespondenz" geht es um zwei Szenen aus den ersten beiden Folgen der Serie. Ein Sketch wurde am Drive-In-Schalter einer Fast-Food-Kette gedreht. Eine weitere Szene wurde in Räumlichkeiten aufgenommen, die einer Filiale der deutschen Post sehr ähnlich sehen. In beiden Fällen prüfe die LMK, ob es sich um Schleichwerbung handelt.
Sollten die Ermittler feststellen, dass "Pastewka" für beide Unternehmen unerlaubt geworben hat, könnte es laut Rundfunkstaatsvertrag zu drastischen Strafen sowohl für die Produktionsfirma als auch den Fernsehsender kommen. Private Sender können mit einem Bußgeld von bis zu 500.000 Euro belangt werden.
Die Comedy-Reihe "Pastewka" wird seit dem 9. Septmber auf Sat.1 ausgestrahlt und beschreibt den fiktiven Alltag des Schauspielers und Komikers Bastian Pastewka.