Sender siegt: Kein "Tunnel"-Stop - DER SPIEGEL
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Sender siegt Kein "Tunnel"-Stop

Das groß angekündigte TV-Dokudrama "Der Tunnel" beschäftigte sogar die Gerichte. Eine Co-Autorin sah ihre Urheberrechte verletzt und wollte die Ausstrahlung verhindern - erfolglos.
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München - Der Ausstrahlung des Fernseh-Zweiteilers "Der Tunnel" von Roland Suso Richter über eine spektakuläre Tunnelflucht im geteilten Berlin an diesem Sonntag und Montag im Sender Sat.1 steht nichts mehr im Wege. Das Landgericht München I hat am Freitag einen Antrag auf Einstweilige Verfügung gegen die Ausstrahlung abgewiesen. Astrid Möller, Nichte des damals beteiligten Fluchthelfers Hasso Herschel, wollte die Ausstrahlung des Dokudramas verhindern. Sie berief sich auf Autorenrechte, die ihrer Meinung nach vom Sender missachtet wurden.

Die für Urheberrecht zuständige 7. Zivilkammer begründete ihre Entscheidung unter anderem damit, dass die geltend gemachte Dringlichkeit in dem Rechtsstreit nicht gegeben sei.

Sat.1-Pressesprecherin Kristina Faßler zeigte sich erstaunt über das Verhalten von Möller, die erst unmittelbar vor dem Ausstrahlungstermin gerichtliche Schritte eingeleitet habe. Frau Möller sei wie andere Zeitzeugen auch seit Mai 1999 an dem Projekt beteiligt gewesen. Die Idee zu dem Projekt hätten aber viele Mitarbeiter gehabt und die Rechte seien ordnungsgemäß vergeben worden. Drehbuchautor ist Johannes W. Betz. Der Fluchthelfer Herschel war als Berater tätig.

Möller sagte dazu der Berliner Tageszeitung "B.Z.", sie sei bei dem Film als Co-Autorin beteiligt gewesen und habe einige Jahre Recherche in das Projekt investiert. Sie sei dann "auf miese Art ausgebootet worden". Der Film schildert die Flucht von 29 Ost-Berlinern durch einen von Fluchthelfern in monatelanger Arbeit gegrabenen Tunnel unter der Bernauer Straße im Jahr 1962, ein Jahr nach dem Mauerbau in Berlin.