Sinti und Roma: Der Mahnmalstreit eskaliert - DER SPIEGEL
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Sinti und Roma Der Mahnmalstreit eskaliert

Eine offenbar nicht autorisierte Erklärung der Sinti Allianz Deutschland e. V. sorgt für Unruhe. Der Streit zwischen dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und der Allianz um den Bau eines Mahnmals nimmt an Schärfe zu.
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Hamburg - Der von Romani Rose geführte Zentralrat kann sich laut SPIEGEL-Informationen mit der von Natascha Winter geleiteten Allianz nicht über eine Inschrift einigen, die das Denkmal für die von den Nazis ermordeten Sinti und Roma unweit des Reichstagsgebäudes in Berlin zieren soll. Rose besteht auf einen Satz des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog, wonach Sinti und Roma genauso wie die Juden verfolgt worden seien.

Winter lehnt eine solche Inschrift ab, weil sie andere Stämme wie die Lalleri und Manusch ausgrenze. Sie plädiert für die Bezeichnung "Zigeuner".

In dem angeblichen Allianz-Schreiben, das vergangene Woche im Büro der politisch zuständigen Kulturstaatsministerin Christina Weiss einging, schwenkte der Verein nun auf die Rose-Line ein. "Einen solchen Beschluss haben wir nie gefasst", erklärt dazu Winter. In der Tat ist der Brief an Weiss nicht von Winter unterschrieben. Gefaxt wurde er zudem aus Minden und nicht aus Köln, wo die Sinti-Allianz ihren Sitz hat. Winter sagt, sie glaube an eine bewusste Manipulation.