Spitzengespräch: ARD und ZDF wollen Programme besser abstimmen - DER SPIEGEL
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Spitzengespräch ARD und ZDF wollen Programme besser abstimmen

ZDF-Intendant Markus Schächter und der neue ARD-Vorsitzende, BR-Intendant Thomas Gruber, wollen nach Informationen des SPIEGEL ihren Streit um Konkurrenzprogramme zwischen den beiden öffentlich- rechtlichen Anstalten beilegen und sich künftig enger abstimmen.
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Hamburg - Das ist das Ergebnis eines Spitzengesprächs der beiden Senderchefs, das am Donnerstag in der BR-Zentrale in München stattfand. Auch die vielfach kritisierten Simultanübertragungen von Adelshochzeiten und anderen Großereignissen sollen künftig zwischen ARD und ZDF koordiniert werden. "Wir werden uns künftig bei Großereignissen besser miteinander abstimmen, weniger Programmüberlappungen haben und komplementär statt konfrontativ programmieren", sagte ZDF-Intendant Schächter dem SPIEGEL. Auch in den wichtigen medienpolitischen Fragen sei man weitgehend einer Meinung. Zudem wolle man sich künftig in kürzeren Intervallen treffen. Wenn man mit der ARD auf diese Art größere Übereinstimmungen erziele, so Schächter, dann seien "auch die 'Tagesthemen' um 22.15 Uhr kein Kriegsgrund mehr".

Schächter und Gruber haben derweil ihre Programmdirektoren Thomas Bellut (ZDF) und Günter Struve (ARD) damit beauftragt, die Tradition der Programmkoordinationstreffen zwischen den beiden öffentlich-rechtlichen Anstalten wieder aufzunehmen. Das erste Treffen von Bellut und Struve soll bereits an diesem Montag in Frankfurt stattfinden und sich mit den Plänen für ein neues ARD-Info-Programmschema beschäftigen. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, Chef der Rundfunkkommission der Länder, mahnte unterdessen die Intendanten, diesen Ankündigungen auch Taten folgen zu lassen. ARD und ZDF hätten sich "hochgeschaukelt und verrannt". Bei den angekündigten Konkurrenzprogrammen der gebührenfinanzierten Öffentlich-Rechtlichen komme "das Interesse der Zuschauer unter die Räder", so Beck. "Dafür haben die Menschen kein Verständnis."