Springer Verlag: "Bild am Sonntag"-Chef muss gehen - DER SPIEGEL
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Springer Verlag "Bild am Sonntag"-Chef muss gehen

Neues Stühlerücken bei Springer: Der langjährige "BamS"-Chefredakteur Michael Spreng wird abgelöst. Offenbar war er dem Springer-Gesellschafter Leo Kirch zu kritisch.
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Michael Spreng, seit elf Jahren Chefredakteur der im Axel Springer Verlag erscheinenden "Bild am Sonntag" ("BamS", Auflage 2,5 Millionen Exemplare) muss seinen Posten räumen. Wie das "Manager Magazin" in seiner neuesten Ausgabe berichtet, haben sich darauf die Gesellschafter Friede Springer und Leo Kirch geeinigt. Der formale Beschluss, wann Spreng ausscheidet und wer zu seinem Nachfolger bestellt wird, stehe noch aus, schreibt das Hamburger Wirtschaftsmagazin

Der 52-jährige Spreng ist seit 1989 Chefredakteur der "Bild am Sonntag" und einer der dienstältesten Chefredakteure eines deutschen Boulevardblattes. In seiner Amtszeit steigerte Spreng die Auflage der "BamS" um rund zehn Prozent. Intern wird Sprengs Ablösung mit einer nicht zufrieden stellenden wirtschaftlichen Entwicklung des Blattes sowie einer fälligen Verjüngung der Redaktionsspitze begründet. Insider vermuten hinter der Entscheidung jedoch einen Eingriff des Springer-Gesellschafters Leo Kirch, dem Spreng zu kritisch sei. Der "BamS"-Chefredakteur hatte immer wieder im scharfem Ton die Rolle des Spendenkanzlers und Kirch-Freundes Helmut Kohl kommentiert. Kritisch beurteilte die "BamS" (knapp zehn Millionen Leser) auch den Kirch-Sender Premiere World.