Telenovelas Lotta soll die Jugend locken
München - "Lotta in Love" soll am 27. März starten, teilte ProSieben gestern Abend mit. Die auf 200 Teile angelegte Telenovela wird immer montags bis freitags um 18 Uhr ausgestrahlt und damit den Sendeplatz der US-Trickserie "Die Simpsons" übernehmen. Die Dreharbeiten beginnen im Februar auf dem Bavaria-Gelände in München.
Produziert wird die erste Telenovela des Münchner Senders von der Filmfirma Rat Pack ("Der Wixxer"), verantwortlich ist der ehemalige Bavaria-Manager Michael von Mossner, der im Zusammenhang mit dem Schleichwerbeskandal bei der Bavaria im vergangenen Sommer seinen Posten räumen musste.
Bei ProSieben hat man erkannt, dass mit den aus Südamerika importierten TV-Romanen Quote zu machen ist, nachdem zuerst Sat.1 mit "Verliebt in Berlin" Erfolge feierte und danach die öffentlich-rechtlichen Programme mit Formaten wie "Bianca" (ZDF) und "Sturm der Liebe" (ARD) reüssierten.
Die Telenovela sei "eine moderne Alternative zu den Programmen in dieser Zeitschiene", sagte ProSieben-Geschäftsführer Andreas Bartl laut einer Pressemitteilung. Bartl gab zu, dass der Sender vor allem die Zuschauer der Daily Soaps in der ARD ("Marienhof", "Verbotene Liebe") wankelmütig machen wolle. Die ProSieben-Telenovela trage eine eigene Handschrift, sei geschaffen für die "junge Mediengeneration".
In "Lotta in Love" geht es um die junge Wäschereiangestellte Carlotta Wiesner, ein verträumtes, laut Senderangaben "ganz normales" Mädchen, das auf einem Konzert mit der berühmten Popsängerin Alex verwechselt wird. Die Folgen sind weit reichend, denn Lotta hat sich in den Gitarristen Michael verliebt und kann ihm nur nah sein, wenn sie in die Rolle des Popstars schlüpft. Also lässt sie sich auf ein schmutziges Spiel ein, dass sich Alex' Manager ausgedacht hat.
Die Hauptrolle spielt mit Janin Reinhardt eine in der Pop- und Jugendkultur bestens bewanderte Darstellerin. Die 24-Jährige Blondine aus Erfurt steht schon seit über sechs Jahren vor der Kamera. Mit 18 Jahren nahm sie an einem Moderatoren-Casting für den Musiksender Viva teil und moderierte dort Show-Formate wie "Interaktiv". Als Schauspielerin sammelte Reinhardt Erfahrungen in ProSieben-Serien wie "Was nicht passt, wird passend gemacht".