Teletubbies: Winke, winke, Tinky-Winky! - DER SPIEGEL
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Teletubbies Winke, winke, Tinky-Winky!

In den kommenden Wochen werden in England die letzten Folgen der Teletubbies gedreht. Vom Bildschirm werden Tinky-Winky, Dipsy, Laa-Laa und Po dennoch nicht verschwinden.
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Stratford-upon-Avon - Noch 365 Episoden wollen die Tubby-Erfinderin Anne Wood und ihr Co-Autor Andrew Davenport für die BBC produzieren. Dann ist Schluss. Doch kein Grund zur Sorge: Dem Fernsehpublikum werden die Teletubbies noch erhalten bleiben. "Die Kinder schauen sich die Folgen gerne mehrfach an", meint Wood, eine der erfolgreichsten Produzentinnen von Kindersendungen in England. Für die Zielgruppe - Kleinkinder von zwei bis drei Jahren - gebe es deshalb aus dem Archiv dann genügend Sendungen.

Die erste Kleinkinder-Soap der Welt wird für das in die brabbelnden Antennenwesen vernarrte Publikum noch lange gezeigt: Der Kinderkanal von ARD und ZDF hat bereits 260 Folgen der Teletubbies gekauft. Bis zum Jahr 2007 sollen dann weitere Generationen von Kleinkindern mit den grünen Hügeln Mittelenglands vertraut gemacht werden.

Wirtschaftlich waren die Teletubbies bisher schon mehr als erfolgreich: Der englische Sender BBC hat mit dem Verkauf der Sendung und der Lizenzierung von rund 4000 Produkten bereits Millionen verdient. Allein im Jahr 1999 erbrachten die Merchandising-Produkte, von der Bettwäsche über Waschlappen bis zu Kuschel-Tubbies, weltweit einen Umsatz von zwei Milliarden Mark. Heute werden die Teletubbies, die im April 1997 in England auf die Welt gekommen sind, in 120 Ländern ausgestrahlt.

Während die TV-Firma der 62-jährigen Tubby-Erfinderin zu einem Unternehmen mit 45 Angestellten angewachsen ist, bleiben Pädagogen weiterhin skeptisch ob des Nutzens der Sendung. Zwar haben Untersuchungen mittlerweile gezeigt, dass Tinky-Winky und seine Freunde unschädlich sind - die heitere Stimmung im Tubby-Land soll sogar das Denken von Kleinkindern fördern.

Doch ob Zweijährige tatsächlich vor der Glotze mehr lernen als beim Spielen mit Bauklötzen, ob die Umgebung Stratfords auf dem flimmernden Bildschirm tatsächlich beruhigender ist als eine wirkliche grüne Wiese, bleibt fraglich. Fest steht, dass für die Sprachentwicklung von Kleinkindern ein Bilderbuch mehr leisten kann als die "Eh-Ohs" und "A-Ohs" von Laa-Laa und den anderen.

Anne Wood jedenfalls will den Kindern mit Hilfe ihrer Plüschpuppen "Selbstsicherheit und Vertrauen" geben. Ganz natürlich sei für sie die Liebe der Teletubbies zu Hightech-Geräten - Kinder wüchsen überall mit ihnen auf.