Tina Brown verlässt "Daily Beast" - DER SPIEGEL
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Nachrichtenportal Chefredakteurin Tina Brown verlässt "The Daily Beast"

Sie hatte die Webseite vor fünf Jahren gegründet, jetzt wird ihr Vertrag angeblich nicht mehr verlängert: Tina Brown verlässt die Nachrichtenseite "The Daily Beast". Wie es für sie weitergehen wird, weiß die ehemalige Chefredakteurin schon.
Foto: Nicholas Kamm / AFP
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New York - Die Fusion der altehrwürdigen "Newsweek" mit der Nachrichtenseite "The Daily Beast" war ihr großer Coup - jetzt, drei Jahre später, verlässt Chefredakteurin Tina Brown das Nachrichtenportal. "Aufregende Nachrichten ... traurig, das 'Beast' zu verlassen, aber Veränderungen sind gut", twitterte sie.

Die gebürtige Britin mit US-Pass hatte "The Daily Beast" vor fünf Jahren gegründet und aus dem Stand heraus zu Erfolg verholfen. Zuvor war die heute 59-Jährige bereits Chefredakteurin des britischen Magazins "Tatler" sowie der US-Zeitschriften "Vanity Fair", "New Yorker" und "Talk Magazine". Dazu hatte sie ihre eigene TV-Talksendung auf dem US-Sender CNBC und schrieb die viel beachtete Lady-Di-Biografie "The Diana Chronicles".

Über ihren Abgang bei "The Daily Beast" hatte die Internetseite "Buzzfeed.com" zuerst berichtet. Demnach läuft Browns Vertrag bei "The Daily Beast" im Januar aus und soll nicht verlängert werden. Eine offizielle Bestätigung dessen vonseiten ihres Noch-Arbeitgebers gab es zunächst nicht.

Das Wochenmagazin "Newsweek", das 1938 gegründet wurde, hatte vor der Fusion unter Browns Regie rote Zahlen geschrieben. 2010 schließlich kaufte Sidney Harman, Gründer des Audio-Konzerns "Harman International Industries", das Traditionsmagazin für den symbolischen Preis von einem US-Dollar. Seit vergangenem Jahr ist "Newsweek" komplett auf online umgestellt und wurde letzten Monat an IBT Media verkauft.

Ihre Zukunft will Brown nun offenbar wieder selbst in die Hände nehmen: Sie gab die Gründung ihrer eigenen Firma Tina Brown Live Media bekannt. Damit will die Journalistin künftig Gipfeltreffen abhalten wie etwa die "Women in the World"-Konferenz, die sie 2010 gegründet hat.

vks/AP

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