Tony Awards Preissegen für "Monty Python's Spamalot"
New York - 27 Millionen Dollar hat der Klamauk bereits im Vorverkauf erwirtschaftet, von der immensen Berichterstattung ganz zu schweigen: "Monty Python's Spamalot", die Musical-Adaption des Komödienklassikers "Ritter der Kokosnuss" von 1975, war bei der diesjährigen Tony-Preisverleihung der große Star. Regisseur Mike Nichols ("Die Reifeprüfung") erhielt damit seinen sechsten Regie-Tony, der als Oscar der Theaterbranche gilt. Humorvoll spielte der Star-Regisseur seine Leistung bei der gestrigen Preisverleihung herunter: "Vermutlich denken Sie jetzt, Alter vor Schönheit", so Nichols. "Geht mir auch so." Auch die Darstellerin Sara Ramirez wurde für ihre Rolle in Nichols Python-Stück ausgezeichnet.
Als bestes Theaterstück wurde "Doubt", John Patrick Shanleys Pulitzerpreis-gekürtes Theaterstück über mutmaßlichen Kindesmissbrauch in einer katholischen Schule, geehrt. Das Drama erhielt vier Tonys für das beste Stück, die beste Regie (Doug Hughes) und die beste Darstellerin (Cherry Jones, die eine Nonne spielt).
In der Kategorie bester Darsteller wurde überraschend Bill Irwin ausgezeichnet, der den vom Ehekrieg zerstörten Professor in Edward Albees "Who's Afraid of Virginia Wolf" verkörpert.
In der Gesamtwertung setzte sich "The Light in the Piazza" an die Spitze. Insgesamt sechs Tonys erhielt das romantische Musical, darunter den Preis für die beste Komposition, die beste Schauspielerin in einem Musical (Victoria Clark), für das beste Bühnenbild und das beste Kostümdesign.
Als Gastgeber der Preisverleihung in der New Yorker Radio City Music Hall fungierte Hollywood-Star Hugh Jackman ("Van Helsing"). Zunächst trat jedoch Billy Crystal auf, der die Show eröffnete. Augenzwinkernder Spaß unter Kollegen: Crystal, eine der Ikonen der US-amerikanischen Comedy und berühmt für seine scharfzüngigen Oscar-Moderationen, wurde von Jackman von der Bühne gelockt - per Handy-Anruf.