TV-Quoten Milder "Sturm der Liebe"
München - 1,04 Millionen Zuschauer wollten gestern Nachmittag um 15.10 sehen, wie sich die junge ostdeutsche Konditorin Laura Mahler (Henriette Richter-Röhl) in den gutsituierten Bayern Alexander (Gregory B. Waldis) verliebt. 100 Folgen soll die erste Telenovela der ARD haben, die erste hatte einen Marktanteil von 10,3 Prozent.
Ein ARD-Sprecher sagte, man sei zufrieden, der Start sei gelungen. Der Sender strebe allerdings auf Dauer einen zweistelligen Marktanteil an. Kein Wunder, denn die Konkurrenz ist bis auf weiteres stärker: Die ZDF-Telenovela "Bianca - Wege zum Glück", die erste im deutschen Fernsehen, hat seit der Auftaktfolge Anfang November 2004 knapp drei Millionen Zuschauer (Marktanteil 17,4 Prozent).
Auch die private Konkurrenz glänzt mit guten Zahlen. "Verliebt in Berlin", die Aschenputtel-Saga auf Sat.1, hat sich seit ihrem Start im Februar bei rund vier Millionen Zuschauern pro Folge eingependelt, wobei die Erfolgs-Telenovela arbeitnehmerfreundlich am Abend (19.15 Uhr) läuft. Immerhin erreichte der von der Münchner Bavaria produzierte "Sturm der Liebe" ein festgesetztes Ziel der ARD: den quotenschwachen Nachmittag wieder in Schwung zu bringen. So erreichte die Telenovela knapp 300.000 Zuschauer mehr als der vorzeitig in den Ruhestand geschickte Jürgen Fliege, dessen Sendeplatz der Fernsehroman übernommen hat. Flieges Talkshow hatte zuletzt rund 700.000 Zuschauer pro Folge.
Allerdings schnitte die Nachmittags-Konkurrenz zum Teil deutlich besser ab: Die Sat.1-Show "Richterin Barbara Salesch" sahen zur gleichen Zeit 2,15 Millionen Zuschauer (21,5 Prozent), "Das Familiengericht" auf RTL 2,00 Millionen (19,9 Prozent), die Wiederholung der ZDF-Serie "Samt und Seide" 0,73 Millionen (7,2 Prozent) und die ProSieben-Show "Das Geständnis" 0,72 Millionen (7,2 Prozent).