TV-Skandal "Quartett" im Big-Brother-Container
"Die Welt":
Was bislang witzige Inszenierung schien, geriet in der letzten Runde ziemlich "welthaltig", wie die Literaturkritiker das nennen. Der Schaukampf um Bücher schlug in aller Öffentlichkeit und in aller Härte ins Private um. Ins Big-Brother-Mäßige sozusagen. Vom "Quartett" her wehte Containerluft durchs Studio und in die Wohnstuben.
"Hamburger Morgenpost":
So eine Beziehungskrise vor laufender Kamera, das fetzt viel mehr als Grass-Bepöbeln, da wird das Sofa zum Container, und das Fernsehvolk hat einen Skandal, an dem selbst ein Prinz lange prügeln muss. Hoffentlich vertragen die beiden sich wieder. Was wäre dieser maue Sommer ohne das ehemals literarische Quartett.
"Berliner Zeitung":
Vielleicht ist noch nicht alles verloren. (...) Für die Sendung im Oktober ist jedenfalls schon FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher als Gastkritiker eingeladen. Das hätte man dann doch ganz gern gesehen.
"Hamburger Abendblatt":
Waren das noch Zeiten, als Sigrid Löffler freiweg (...) bekannte, auf das Verhältnis zu Marcel Reich-Ranicki angesprochen: "Es gibt eine Erotik des Zusammenarbeitens, eine Erotik des Miteinander-Redens. Der Eros fängt ja nicht im Bett an und hört auch nicht im Bett auf."