Ungarn und Norwegen: Alles Natur - DER SPIEGEL
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Ungarn und Norwegen Alles Natur

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ein schönes Spiel mit einfachen Formen: "Sei ein Schiff, das nicht stehen bleibt, das tausende von Andenken, Vergangenheiten und die Gegenwart erblicken lässt". Mit diesem Vers beschreiben die Ungarn ihren Pavillon. Deshalb hat der Entwurf des Architekten György Vadász aus Budapest keine Wände und Barrieren und ist scheinbar nach oben geöffnet. Damit soll die tausendjährige Geschichte Ungarns und die künftige Funktion als Drehscheibe zwischen Ost und West symbolisiert werden. Betreten werden kann das Gebäude durch das "Tor der Liebe".

Norwegen lässt einen Wasserfall einen simplen Kubus runterrauschen (LPO, Munthe-Kaas, Oslo). Er ist dem berühmten Wasserfall Steindalsfossen im Hardanger-Fjord nachempfunden. An den tosenden Wassermassen vorbei tritt der Besucher in das Innere der Präsentation, wo unvermittelt absolute Ruhe herrscht. Im "Raum der Stille" setzt die norwegische Künstlerin Marianne Heske die Schönheit der Natur mit hochmoderner Drucktechnik künstlerisch in Szene. Der Wasserfall verweist auf das Thema "Energie", das zusammen mit "Umwelt" und "Technologie" im Pavillon dargestellt wird. Neben dem Hauptpavillon aus Aluminium befindet sich ein langgestrecktes Servicegebäude aus Holz.