Versace: Stretch, Lack und Rippen - DER SPIEGEL
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Versace Stretch, Lack und Rippen

Kein Gramm zuviel durfte bei Donatella Versace auf den Laufsteg. Ihre neueste Haute-Couture-Kollektion erinnert an der Silhouette der Frau im 19. Jahrhundert - und an Twiggy.
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Paris - Das Publikum war begeistert. Vor allem die engen, meist knielangen Kleidern aus Lack oder Stretch sorgten für großen Applaus. Dabei spielte Versace mit dem Design und zeigte zum Beispiel breite gelb-schwarze Streifen auf dem Oberteil eines Kleides und schmale auf dem Rock. Ein schulterfreies Cocktailkleid mit Volantsaum schmückte ein arabeskes rosa-schwarzes Streifenmuster. Taft- oder Chiffonkleider wurden mit kurzen Westen oder breiten Gürteln aus Lack im Leoparden-Look kombiniert. Sie habe Motive des Jugendstil und des Punk verbinden wollen, erklärte die Modeschöpferin.

Ob bei der Partymode aus Lack oder den festlichen Abendkleidern aus Spitze, Seide oder Mousseline - stets liegt der Akzent bei Versace auf den Kurven einer Frau. Und die müssen deshalb perfekt sein; ein kleiner Bauch, ein Fettpölsterchen zu viel auf den Hüften - und der Effekt ist dahin. So ist die Mode eher etwas für Models a la Twiggy. Auch Donatella Versace selbst, die eine "ganz normale" Figur wie die meisten Frauen hat, könnte ihre eigenen Modelle nicht tragen.

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