Verschollens Bach-Porträt wieder aufgetaucht - DER SPIEGEL
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Verschollenes Bach-Porträt Johann Sebastian ist wieder da

Ein Glücksfall für Barock-Enthusiasten: Das Bachhaus in Eisenach erwirbt ein lange unauffindbares Bildnis des Komponisten. Vermutlich zeigt es Bach als 45-Jährigen.
Verschollenes Bach-Porträt: "Wir halten das Bild für echt"
Verschollenes Bach-Porträt: "Wir halten das Bild für echt"

Verschollenes Bach-Porträt: "Wir halten das Bild für echt"

Foto: Britta Pedersen/ dpa
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Berlin/Hamburg - Bislang kannte man nur das Öl-Gemälde des Malers Elias Gottlob Haußmann, jetzt ist ein weiteres, lange verschollenes Porträt des Komponisten Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) wieder aufgetaucht. Das Bachhaus Eisenach stellte das Pastell nun in Berlin vor. "Wir halten das Bild für echt, für ein authentisches Gemälde von Johann Sebastian Bach", sagte Museumsdirektor Jörg Hansen.

Das vermutlich um 1730 entstandene Bild, das demnach Bach als 45-Jährigen zeigen würde, wäre damit neben dem bekannten Haußmann-Gemälde von 1746 im Alten Rathaus von Leipzig das einzige historisch verbürgte Porträt des berühmten Mannes. Dass es das Pastell gab, ist laut Hansen aus zwei Briefen des Bach-Sohnes Carl Philipp Emanuel bekannt, der das Bild einst besessen hatte. Sein Haus habe das Bild kürzlich aus Privatbesitz erwerben können, so Hansen. Laut MDR kostete es 50.000 Euro.

Der Museumschef erklärte die Authentizität des Gemäldes mit der Kleidung und dem Aussehen des Porträtierten: Die tief liegenden Augen und der Unterbiss des Abgebildeten ähnelten denen auf dem Bach-Gemälde von Haußmann.

tha/dpa