Vertrag mit der ARD Jauch bleibt allgegenwärtig
Hamburg - Günther Jauch wird auch als Moderator einer Nachfolgesendung von "Sabine Christiansen" auf Werbung nicht komplett verzichten müssen. Laut ARD-Kreisen sieht der Vertragsentwurf zwischen dem Moderator und dem Senderverbund jedoch vor, dass Jauch keine Werbung machen darf, die die Glaubwürdigkeit der ARD beschädigen würde. Geprüft werden soll das im Einzelfall.
Unter diese Regelung könnte etwa Reklame für die Deutsche Telekom fallen, die als Großunternehmen häufig Gegenstand der Jauch-Sendung sein kann, oder auch Werbung für den Erotik-Versand Beate Uhse, heißt es. Einen Ausstieg des Moderators aus seiner RTL-Sendung "Stern TV" sieht der Entwurf nicht vor.
Jauch verpflichtet sich nur darauf, kein direktes Konkurrenzformat zu moderieren. Die Sendung, die der Star wie zuvor Sabine Christiansen selbst produzieren wird, soll ähnlich viel kosten wie bei der Vorgängerin nach Branchenschätzungen rund neun Millionen Euro jährlich. Allerdings wird Jauch pro Jahr etwa zwei Sendungen weniger produzieren.
In der ARD spricht man von einem "fairen Verhandlungsergebnis", gemessen daran, dass Jauch nicht exklusiv zur ARD wechselt, sondern weiter auch bei RTL unter Vertrag ist. Die Intendanten beraten die Details des Kontrakts auf ihrer internen Sitzung am 28. November.