ZDF: Aus für Mainzer Medienpark - DER SPIEGEL
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ZDF Aus für Mainzer Medienpark

Nach fünf Jahren Planung verabschiedet sich das ZDF von seinem ehrgeizigen Medienpark-Projekt. Der Mainzer Freizeitpark sei in der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Senders nicht zu verwirklichen.
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Mainz - "Das ZDF muss in der Lage bleiben, seine gesamte Kraft für seine Aufgaben im Programm und die weitere Entwicklung seiner Unternehmensstruktur einzusetzen", sagte ZDF-Intendant Markus Schächter am Donnerstag zu der überraschenden Einstellung der Planungen für den Medienpark. In dem Freizeitpark wollte der Mainzer Sender jährlich rund einer Million Besuchern Fernsehen zum Anfassen bieten.

Der 55 Hektar große Freizeitpark sollte 110 Millionen Euro kosten. Rundfunkgebühren sollten dazu aber nicht verwendet werden. Bei den Anwohnern stieß die geplante Anlage wegen einer befürchteten Zunahme von Lärm und Verkehr auf Ablehnung. Ein jahrelanger Rechtsstreit mit einer Bürgerinitiative war die Folge. Im September 2002 erklärte das Oberverwaltungsgericht Koblenz den Bebauungsplan schließlich für rechtmäßig und ließ eine Revision nicht zu. Auch konkurrierende Freizeitparks klagten gegen das ehrgeizige Vorhaben. Sie argumentierten, der Medienpark sei nicht mit den Aufgaben einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt vereinbar.