ZDF-Intendant: Markus Schächter bleibt im Amt - DER SPIEGEL
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ZDF-Intendant Markus Schächter bleibt im Amt

Sieben weitere Jahre Markus Schächter: Der ZDF-Fernsehrat bestätigte heute den 56-Jährigen als Intendanten bis zum Jahr 2012 - mit einer überwältigenden Mehrheit von 60 der 61 abgegebenen Stimmen
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Mainz - Schächter war 2002 nach monatelangen Querelen um die Nachfolge des langjährigen ZDF-Intendanten Dieter Stolte als Kompromisskandidat im fünften Wahlgang zum Senderchef gewählt worden. Fernsehratsvorsitzender Ruprecht Polenz unterstrich, Schächters bisherige Amtszeit sei von "Offenheit, Kollegialität und Teamorientierung" geprägt gewesen. Die erste Amtszeit Schächters wäre 2007 ausgelaufen; die Wahl hätte spätestens im Frühjahr 2006 erfolgen müssen, war aber vom Fernsehrat vorgezogen worden.

Personalrats-Vorsitzender Edgar Rößler erklärte, nach dem "schädlichen parteipolitischen Hickhack" im Fernsehrat bei der Wahl 2002 zeige das jetzige Ergebnis, dass es dem Intendanten gelungen sei, die Senderinteressen wieder in den Vordergrund zu rücken.

Der im pfälzischen Hauenstein geborene Schächter arbeitet seit 24 Jahren für das Mainzer Sendehaus; unter Kollegen gilt er als "großer Teamplayer". Der heute 56-Jährige begann seine Karriere auf dem Lerchenberg im Jahr 1981 als Referent des Programmdirektors, drei Jahre später übernahm er die Leitung der Redaktion "Kultur und Gesellschaft".

1998 stieg Schächter zum Programmdirektor auf, im März 2002 folgte die Wahl zum Intendanten des ZDF. Vor seiner Zeit in Mainz arbeitete Schächter unter anderem für den Südwestfunk, die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und das rheinland-pfälzische Kultusministerium, dessen Öffentlichkeitsarbeit er von 1977 bis 1981 leitete.

Für seine erste Amtszeit als Intendant des Senders mit rund 3500 fest angestellten Mitarbeitern kann Schächter eine erfolgreiche Bilanz vorlegen. In den vergangenen Jahren trieb er unter anderem die Digitalisierung des ZDF voran und bemühte sich um eine stärkere Akzeptanz des Senders in den neuen Bundesländern.

Schächter konnte außerdem den Haushalt des ZDF trotz sinkender Einnahmen stabilisieren. In der politischen Auseinandersetzung um die Rundfunkgebühren steuerte er einen ausgleichenden Kurs und versagte sich - anders als seine ARD-Kollegen - Drohungen mit juristischen Mitteln.