Graß-Narbe bei Steidl - DER SPIEGEL
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Verlage Graß-Narbe bei Steidl

• aus DER SPIEGEL 34/1993
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»Ich wünsche uns beiden einen druckfrischen Anfang«, schrieb kürzlich Günter Graß seinem neuen Verleger Steidl, nachdem der Dichter und sein bisheriges Stammhaus Luchterhand in Frieden geschieden waren. Die Weltrechte, inklusive Taschenbuch, gingen zum 1. Juli an den Göttinger Kleinverlag, bei dem Graß bislang vor allem als Grafiker vertreten war. Bei der Übernahme des literarischen OEuvres aber hakt es nun: Steidl hat Mühe, die angekündigte neunbändige Ausgabe des epischen Werks zur Buchmesse fertigzustellen. »Druckunterlagen, Verträge und Bestände«, klagt er, seien »schlampig und unvollständig« übergeben worden, Bestands- und Inventarlisten »waren teilweise falsch, insgesamt chaotisch«. Und die Druckerei, bei der die Graß-Vorlagen bisher ruhten, wollte das Material erst herausrücken, wenn Altschulden von Luchterhand beglichen würden: »Wer das Zeugs will, muß zahlen.« Steidl zahlte - zähneknirschend.

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