Haha, McLumpy! - DER SPIEGEL
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Haha, McLumpy!

Walter R. Fuchs: »Der Hundeplanet«. Droemer; 272 Seiten; 22 Mark.
Von Horst Dieter Ebert
• aus DER SPIEGEL 46/1973
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dieses Buch ist ein Phänomen. wie es wohl nur entstehen kann, wenn ein Verlag einem Autor -- etwa für eine Reihe so nützlicher wie profitabler Sachbücher »in einer Auflage von insgesamt mehr als 1 Million« -- dermaßen dankbar ist, daß er von dem auch Undruckbares druckt.

Walter Robert Fuchs, 36, einer der fähigsten und erfolgreichsten deutschen Sachbuch-Schreiber, führt hier vor, was an bösen Folgen herauskommt, wenn ein Hundenarr (das Werk ist »Scholli und Kuno gewidmet) Herrchens Liebling zum Romanhelden stilisiert - närrische, der als Romancier unermüdlich spaßende Fuchs würde wohl sagen: Bellertristik.

Auf einem »Hundeplaneten« leben unerhört zivilisierte Kläffer. Telepathen. deren dienstbare Roboter sich selbst fortpflanzen, und die über penetrant oberlehrerhaft (und in ärmlichem Stil) verbreitete Übermenschenkenntnisse verfügen. Und all die schon recht dekadenten Zamperln haben -- Achtung: Satire! -- ein ganz hündisches Weltbild, ganz menschliche Schrullen, eine Vorliebe für »Bloody Mary«, Schwatzhaftigkeit und einen Medienphilosophen namens. haha!. McLumpy.

Fuchs hat wirklich Humor: Ständig teilt er mit, daß irgendwelche Romanfiguren witzig sind, läßt sie ständig über ihre eigenen Pointen glucksen und kichern -- nur der Leser hat da nichts zu lachen.

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