FILM Hatz im Hellen
Bullitt (USA. Farbe) ist nach seiner Geschichte -- Detektiv im Gerangel mit einem opportunistischen Politiker ("O.N.C.E.L.«-Veteran Robert Vaughn) und atavistischen Gangstern -- ein Polizeifilm wie viele andere. Dennoch wird er Filmgeschichte machen: Er zeigt eine der spannendsten, tickreichsten und verwegensten Auto-Jagden des Kinos.
Fernab gewohnter Studio-Arrangements, die den Himmel zumeist dunkel und die Straßen leer lassen. wollte der britische Regisseur Peter Yates. 38, mit einer Motor-Hatz im hellen Mittagslicht von San Francisco (Amateur-Rennfahrer Steve McQueen in der Titelrolle) zeigen, daß jenes Gefühl »früher Kino-Tage, als die Lokomotive wirklich durch die Leinwand schoß«, auch im Zeichen stereotyper Fernseh-Krimis zu vermitteln ist.
Und der Film des daheim in England als »provinziell« ("The limes") herabgestuften US-Debütanten beweist tatsächlich: So smarte Dialoge, vehemente Kamerafahrten und verblüffende Konflikte gibt es in diesem Genre bis heute nur in Hollywood.