Heilige Knochen - DER SPIEGEL
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Ausstellungen Heilige Knochen

• aus DER SPIEGEL 31/1995
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Von seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land brachte Welfenherzog Heinrich reichlich Gebeine heim, darunter etliche Armknochen, die von Aposteln stammen sollten; er ließ sie kunstvoll mit Gold, Silber und Edelsteinen umkleiden. Unlösbar verband dieser Auftrag Frömmigkeit, Schönheitssinn und politische Repräsentation - Themen für die Ausstellung »Heinrich der Löwe und seine Zeit«, die vom kommenden Sonntag an, dem 800. Todestag des Fürsten, in Braunschweig gezeigt wird (Herzog-Anton-Ulrich-Museum, bis 12. November). Mit rund 500 Schaustücken, darunter das 1983 teuer ersteigerte Evangeliar, spiegelt die einstige Heinrich-Residenzstadt die höfische Kultur der weltläufigen Dynastie im hohen Mittelalter wider. Auch der »Welfenschatz« an Reliquienbehältern, um 1930 in verschiedene Hände verkauft, wird teilweise wiedervereinigt: Aus Cleveland (USA) kommt als kostbarstes Stück ein »Apostelarm«.

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