»Hilde« - DER SPIEGEL
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Kino in Kürze »Hilde«

• aus DER SPIEGEL 11/2009
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hakt beflissen und mit deutscher Gründlichkeit die wichtigsten Stationen im Leben der Hildegard Knef ab, bis von der Faszination des deutschen Weltstars kaum noch etwas übrig ist. Nach dem Drehbuch von Maria von Heland zeigt Regisseur Kai Wessel ("Die Flucht") die schauspielerischen Anfänge Hildchens bei der Ufa in Berlin, die Nächte im Bombenkeller, den Karrieredurchbruch nach dem Krieg, den ersten Ausflug nach Hollywood, den Skandal um ihren Nacktauftritt in Willi Forsts Film »Die Sünderin« (1951) und endet schließlich 1966 beim legendären Konzert der Knef in der Berliner Philharmonie. Der Film ist umtriebig, statt sich auf seine Hauptfigur zu konzentrieren, und strebt in die Ferne, statt Nähe zur Knef zu erzeugen. Er widmet den Männern in ihrem Leben viel Zeit, statt den Zuschauer spüren zu lassen, was sie als Frau ausgemacht hat. Heike Makatsch gibt sich in der Titelrolle redlich Mühe, die Knef mit künstlichen Wimpern herbeizuklimpern, legt Rauheit in die Stimme, berlinert sogar bisweilen. Allein: Es reicht nicht. Die kernigen Sätze, mit denen die Knef die Öffentlichkeit brüskierte, wirken wie zitiert. Und wenn Makatsch zu singen anfängt, ist ihre Stimme trotz all ihres Talents nie einzigartig. Gegenüber der extraordinären Knef klingt sie nur ordinär.

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