Hyperaktive Binoche - DER SPIEGEL
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STARS Hyperaktive Binoche

• aus DER SPIEGEL 48/2008
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Nun malt sie auch noch - Porträts von sich selbst, Porträts ihrer Regisseure: einen gespenstischen Michael Haneke, einen bedrohlichen André Téchiné, alles in schwarzer Tusche, düster, zerfließend. Vor kurzem kam der erste Bildband der französischen Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche ("Der englische Patient") heraus, in dem sie auch eigene, vom Weltschmerz inspirierte Gedichte veröffentlicht. Wenn sie nicht Binoche hieße, würde sich keiner dafür interessieren, monieren bereits manche Kunstexperten. In Paris ist Binoche zurzeit omnipräsent: Neben dem Porträtband und der Ausstellung der Bilder in der Galerie Artcurial ist sie als Tänzerin in der schon in London gezeigten Inszenierung »In-I« im Théâtre de la Ville zu sehen, und die Cinémathèque de Paris widmet dem Star eine umfangreiche Filmretrospektive. Die 44-jährige Schauspielerin mit der makellosen Karriere geht mit den vielen Projekten auch ein Wagnis ein. »In London wurde mein Tanzstück gelyncht«, gesteht sie, aber gerade das habe sie bestärkt, erst recht weiterzumachen und auf Welttournee zu gehen. Erfolg schläfere ohnehin nur ein. »Es sind auch nicht die Schulnoten, auf die es letztlich ankommt.«

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