Kino in Kürze »Invincible«
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DER SPIEGEL 3/2002
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Überraschendes Comeback des alten Kino-Exoten Werner Herzog, 59, der in den letzten Jahren als Opernregisseur seinen Frieden gefunden zu haben schien: Der Mythomane wagt sich auf das ihm fremde Terrain deutsch-jüdischer Zeitgeschichte. »Invincible« verknüpft den Fall eines Kraftmenschen jüdischer Herkunft, der in den frühen zwanziger Jahren in Varietés auftrat, mit der Figur des Show-Magiers Hanussen und dem Aufstieg der Nazis in Berlin Anfang der dreißiger Jahre. Doch schon die Uraufführung des Films beim Festival in Venedig (SPIEGEL 37/2001) enttäuschte durch Herzogs schlichten Zugriff bei einem so komplexen Thema und seinen holzschnitthaft hölzernen Regiestil: Einfalt schützt vor Torheit nicht.