»Iris« - DER SPIEGEL
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Kino in Kürze »Iris«

• aus DER SPIEGEL 20/2002
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»Ich liebe dich«, haucht die Schriftstellerin Iris Murdoch ihrem langjährigen Ehemann John Bayley zu; die beiden liegen neben einer stark befahrenen Straße im Gras, sie sind alt, Iris ist krank - die Szene gehört zu den ergreifendsten in Richard Eyres für drei Oscars nominierten (und mit einem ausgezeichneten) Melodram. Der Brite Eyre hat sich eines schwierigen Themas angenommen: »Iris« handelt von den Schrecknissen der Alzheimer-Krankheit, von der Frage, was aus der Liebe wird, wenn ein Partner sich bis zur Unkenntlichkeit verändert. Als Vorlage dient das Schicksal der Erfolgsautorin Iris Murdoch (gespielt von Kate Winslet und Judi Dench) und ihres Mannes Bayley (gespielt von Hugh Bonneville und Jim Broadbent). Doch Eyre verlässt sich nicht auf die Skurrilität seiner Vorbilder, sondern donnert die Story seiner melancholisch-verdüsterten Figuren mit viel Musikschwulst zu: So gehen seinem Film über Gedächtnisverlust aller Witz und alle Gedanken verloren.

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