Kino in Kürze »Junta«
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DER SPIEGEL 27/2003
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spielt in einem argentinischen Folterkeller während der Militärdiktatur in den siebziger Jahren. Selten hat ein Regisseur so hart an der Schmerzgrenze gefilmt wie der 47-jährige Marco Bechis, der den mörderischen Alltag so sachlich wie möglich beschreibt: Die Folterer gehen in den Keller wie Angestellte ins Büro und müssen sogar eine Stechuhr passieren, bevor sie ihrem blutigen Geschäft nachgehen. Monatelang wird hier eine Studentin (Antonella Costa), die von der Geheimpolizei verschleppt wurde, gefangen gehalten und gerät immer mehr in eine psychische Abhängigkeit zu ihrem Quäler. Ihr Martyrium wird auch für den Zuschauer zu einer oft kaum noch erträglichen Erfahrung, die im Kino jedoch ihresgleichen sucht.