Bild der Woche Was ist das?
Oh, Mann, oh, Mann, oh, Mann, denkt man. Oder, auf argentinisch: Hombre! Caramba! Ay, Che! Der armselige Maradona. So ein schwabbeliger Dicksack, so ein aufgedunsenes Wrack ist der einst beste Fußballartist der Welt geworden. Wie er da im Garten vom Las Paraderas Hotel, in der ebenfalls abgewrackten Kapitale Havanna, um den Ball rumkugelt. Die Rumkugel, der Koks-Konsument. Armes Schwein, das, mit Dreinächtebart und Guevara-Relikt auf dem Bollerbizeps. Ernesto "Che" Guevara, hieß es, habe sieben Leben gehabt. Wie viele hat Diego "Che" Maradona?
Maradona ist also in Behandlung, weil er sich mit Kokain die Plauze vollgepumpt und in den Ruin getrieben hat. Dieser Anblick das wär doch mal was für eine Vorher-Nachher-Belehrung. Als Abschreckung. Man könnte sich auch eine Kampagne vom Benneton-Mann Oliviero Toscani vorstellen. Dieses Maradonawrack als Riesenbild - und darüber stünde: Keine Macht den Drogen. Das wäre authentischer als diese kraftstrotzenden, gestählten Sonnyboys und Grinsegirls, die mit einem Glas Milch in der Hand zur konsumptiven Enthaltsamkeit auffordern. Statt Lothar, Mikka oder Franzi nehme man: Elvis, Konstantin oder Diego.