Bild der Woche Was ist das?
Leiden Sie auch manchmal an Einschlafproblemen? Dann versuchen Sie mal dies: Zurücklehnen, die Augen schließen und an irgendetwas Beruhigendes denken. Schafe zum Beispiel, die über den Schlagbaum vorm Bundeskanzleramt hüpfen. Oder Akten. Von Akten träumen im Moment ja viele Leute, vor allem Politiker, besonders entspannt sind sie dabei aber nicht. Was vermutlich daran liegt, dass wichtige Dokumente nicht springen, sondern nur landen, und zwar im Reißwolf.
Flöhe dagegen springen oft und ziemlich gern. Nur dieser nicht, weil er nämlich tot ist. Dafür ist er so dick, als hätte er einen ganzen Stapel Leuna-Akten gefressen, und fast so groß wie die Zierfische im Aquarium des Bundeskanzlers, als dieser noch Helmut Kohl hieß. Der Goliath unter seinesgleichen - der Floh, nicht der Alt-Kanzler - misst ganze 5,394 Millimeter, was für so ein Insekt eine beachtliche Leistung ist. Man könnte ihn deswegen Helmut nennen, wenn er nicht schon die hübsche lateinische Bezeichnung Hystrichopsylla talpae trüge.
Der imposante "Maulwurfsfloh", so sein deutscher Name, wurde aus den Haaren eines saarländischen Hundes gekämmt und konnte bei der Ausschreibung einer Firma für Tierarzneimittel den Titel "Deutschlands größter Floh" erwerben. Zwar nur posthum, aber doch völlig zu Recht. Über die 2444 Konkurrenten, die am Gardemaß scheiterten, ist dagegen wenig bekannt. Nur so viel: Wollte man sie alle der Reihe nach durchzählen, würde das wahrscheinlich selbst chronisch schlaflose Politiker in einen sanften Schlummer wiegen.