Bild der Woche Was ist das?
Aber zuerst einmal zum Erfreulichen: Die Nationalelf ist schon jetzt für die Fußball-WM 2006 qualifiziert, Lothar Matthäus kann wieder zurück ins Team und Kaiser Franz bekommt endlich ein Marmordenkmal im Englischen Garten. Der Kanzler strahlt, weil er jetzt keine Daumen mehr drücken muss. Auch Otto Schily freut sich und lobt, weil man das als Innenminister nun einmal tun muss, die guten Voraussetzungen für die Sicherheit bei der WM.
Aber hat er wirklich an alles gedacht? An englische, französische und italienische Hooligans, klar. Aber auch an die Japaner, die 2002 zusammen mit Südkorea die nächste Weltmeisterschaft ausrichten? Nicht mehr lange, und ganz Nippon versinkt im Fußballtaumel. Kaum auszudenken, was vier Jahre später passiert: Fernöstliche Randalierer werden nach Deutschland strömen, bewaffnet mit Kameras, Camcordern, Lederhosen und Sepplhüten. Werden fotografieren und filmen, sich danach mit Starkbier besäuseln, das Beckenbauer-Denkmal mit Mädchenschlüpfern schänden und Biergartenbänke durch die Gegend schleudern.
Wer wird ihnen Einhalt gebieten? Doch nur die Polizei, sollte man meinen. Und hier stehen sie schon, die Ordnungshüter, werden vereidigt und müssen dabei ganz fest an die Vorzüge des Grundgesetzes denken. Was gar nicht so leicht ist, wenn man gerade fotografiert wird. Schon lässt die Konzentration nach. Besonders beim Herrn mit der Brille: Die Dienstmütze ist verrutscht, Mundwinkel und Schultern hängen schlaff herab. Kein Zweifel, dieser Polizist wäre ein dankbares Opfer für knipsende Japaner. Zum Glück sind die anderen Beamten kamerafest. Also wird vielleicht doch alles nicht so schlimm? Schaun mer mal.