Deutscher Pessimismus "Das ist doch etwas paranoid, oder?"
Berlin - Die pessimistische Stimmung in Deutschland kann die Hollywood-Diva dagegen nicht nachvollziehen. Dabei sei Deutschland ein sehr schönes Land, sagte die 57-Jährige in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". "Das ist doch etwas paranoid, oder?" Möglicherweise liege die schlechte Laune hier zu Lande auch am notorisch grauen Himmel. Die USA kommen mit der komplizierten offenbar weit besser zurecht. "9/11 hatte nicht nur schlechte Auswirkungen auf unser Land", "Es gab in den USA vom 11. September 2001 an eine unglaubliche Welle an Hilfsbereitschaft und Unterstützung." Noch nie hätten so viele Firmen so viel Geld gespendet, etwa für soziale Einrichtungen.
Zudem sei das Land in Folge der Flugzeugattacken, bei denen rund 3000 Menschen ums Leben gekommen waren, zusammengerückt, sagte die Oscarpreisträgerin. "Es war plötzlich eine Art Nestwärme da. (...) in dem Moment, als wir verletzt wurden, haben wir uns wieder auf etwas konzentriert, das in Amerika fast verloren gegangen war: auf die Gemeinschaft." Zuvor sei es hauptsächlich um den Einzelnen gegangen. Darüber sei die Gemeinschaft vernachlässigt worden. Wahre Freundschaft aber komme ohne funktionierende Gemeinschaft nicht zustande.
Hawn zählt seit rund drei Jahrzehnten zu den populärsten Schauspielerinnen Hollywoods. Sie wurde vor allem als Komödien-Darstellerin berühmt, zu ihren bekannten Filmen zählen "Club der Teufelinnen", "Ein Vogel auf dem Drahtseil" und "Alle sagen: I love you". Am Donnerstag startet in den deutschen Kinos ihr Film "Groupies Forever", in dem sie an der Seite von Susan Sarandon und Geoffrey Rush spielt.