Gestorben Keith LeBlanc, 69
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Der Schlagzeuger begann seine Karriere als »so etwas wie ein menschlicher Sampler«, wie er selbst einmal sagte. Am kreativsten war er, wenn er »das Studio als eigenständiges Instrument« nutzte. Der Bassist Doug Wimbish und der Gitarrist Skip McDonald holten ihn Ende der Siebzigerjahre zur Hausband des frühen Hip-Hop-Labels Sugar Hill Records. Keith LeBlanc und Kollegen spielten die Breaks der Block-Party-DJs nach. 1983 montierte LeBlanc auf einen Drum-Machine-Beat O-Töne des Aktivisten Malcolm X; in Großbritannien wurde »No Sell Out« ein kleiner Hit. Sprachsamples prägten auch sein Soloalbum »Major Malfunction«, inspiriert vom Unfall der Raumfähre »Challenger«. Mit dem Produzenten Adrian Sherwood gründeten LeBlanc und seine Weggefährten das experimentelle Projekt Tackhead, das die Bewunderung vieler Musiker fand, aber eher wenige Käufer. Im Studio trommelte LeBlanc für Stars wie Seal, Annie Lennox und Depeche Mode. Keith LeBlanc starb am 4. April.