Andreas Dresen verfilmt "Als wir träumten" - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

"Als wir träumten" Andreas Dresen verfilmt Clemens-Meyer-Roman

Mit "Als wir träumten" schrieb Clemens Meyer eines der mitreißendsten Bücher über die Nachwendezeit in Ostdeutschland. Jetzt haben zwei Kino-Legenden bekanntgegeben, dass sie den Debütroman verfilmen werden: Wolfgang Kohlhaase hat das Drehbuch verfasst, Andreas Dresen übernimmt die Regie.
Regisseur Andreas Dresen: Kompromisslose Körperlichkeit
Regisseur Andreas Dresen: Kompromisslose Körperlichkeit

Regisseur Andreas Dresen: Kompromisslose Körperlichkeit

Foto: Kay Nietfeld/ picture alliance / dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Leipzig - Regisseur Andreas Dresen ("Halt auf freier Strecke") widmet sich in seinem neuesten Projekt wieder den strauchelnden Existenzen: Ab Herbst wird der 49-Jährige den Nachwende-Roman "Als wir träumten" von Clemens Meyer verfilmen. Das Drehbuch stammt von Wolfgang Kohlhaase ("Solo Sunny"), mit dem Dresen bereits bei "Sommer vorm Balkon" (2005) sehr erfolgreich zusammenarbeitete.

"Als wir träumten" war einer der großen literarischen Erfolge des Jahres 2006. Der Debütroman des gebürtigen Leipzigers wurde mehrfach ausgezeichnet und etablierte Meyer als kraftvollen Erzähler US-amerikanischer Tradition. Im Mittelpunkt des Buchs steht eine Jungsclique aus dem Leipzig der Nachwendezeit, deren Freundschaften immer wieder durch Drogen, Eifersucht, Verrat und falsche Träume auf die Probe gestellt werden. An den Marginalisierten der Gesellschaft, so Meyer, reize ihn das erzählerische Potential: "Wer nichts hat, wer nur verliert, der braucht viel mehr Illusionen, Träume, Legenden."

Über die Besetzung könne noch nichts gesagt werden, teilte Produzent Peter Rommel mit. Gedreht werden soll in Leipzig.

vks/dpa

Mehr lesen über