»Barbenheimer«: Film soll tatsächlich gedreht werden – von Charles Band, dem B-Movie-Veteran - DER SPIEGEL
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B-Movie-Veteran Charles Band »Barbenheimer« soll tatsächlich gedreht werden

Zwei Filme prägten den Kinosommer: »Barbie« und »Oppenheimer«. Nun will der Horrorfilmer Charles Band die Phänomene in einer Komödie zusammenführen. Auf einer Filmmesse in Santa Monica wurden schon die Rechte gehandelt.
»Barbenheimer«-Plakatentwurf: »Gelegenheit für schwarzen Humor«
»Barbenheimer«-Plakatentwurf: »Gelegenheit für schwarzen Humor«

»Barbenheimer«-Plakatentwurf: »Gelegenheit für schwarzen Humor«

Foto:

Full Moon Features

Der Name war eine Chiffre für die zwei sehr gegensätzlichen Filmen, mit denen Hollywood im Sommer 2023 das Publikum in die Kinos zurücklockte: »Barbenheimer«, ein Kofferwort aus dem feministischen Puppenspektakel »Barbie« und dem ambitionierten Physiker-Biopic »Oppenheimer«. Manche Kinos boten Double-Features mit beiden Filmen an, sogar über eine »Barbenheimer«-Welle an Coronavirus-Ansteckungen wurde spekuliert .

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Als Internetspaß wurden beide Filme im Sommer vielfältig kombiniert, als Doppeltrailer oder als Fake-Plakat.

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Doch nun nimmt die »Barbenheimer«-Sache offenbar ganz reale Gestalt an. Bei der Filmrechtemesse American Film Market, die in der vergangenen Woche im kalifornischen Santa Monica stattfand, suchte eine Produktionsfirma Käufer für einen Spielfilm namens »Barbenheimer«. Die renommierte Fachzeitschrift »The Hollywood Reporter« berichtete  über das Projekt, und die Produktionsfirma AMP International bestätigte auf X (vormals Twitter), dass sie mit den Rechten handelt.

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Gedreht wurde bisher noch nicht, aber es gibt schon einen Plakatentwurf, der mit dem pinken Barbie-Schriftdesign arbeitet, einen Marketing-Slogan (»D-Cup, A-Bomb«) und eine Zusammenfassung der Handlung.

Demnach gehe es um Dr. Bambi J Barbenheimer, eine brillante Wissenschaftlerinnenpuppe, die glücklich in Dolltopia mit ihrem Freund Twink Dollman lebt. Doch so wie Greta Gerwigs Barbie verschlägt es auch Dr. Barbenheimer in die Realwelt, wo sie die Menschheit von ihrer schlechtesten Seite kennenlernt. Da gibt es nur eine Lösung: Sie baut eine gigantische Atombombe, um alle auszulöschen.

Klingt wie ein zynischer Versuch, mit billigem Trash als Trittbrettfahrer vom Erfolg der Kinohits zu profitieren? Da würde der Mann hinter »Barbenheimer« nicht widersprechen: »Das ist zu 100 Prozent wahr«, sagt Regisseur Charles Band, ein Altmeister des schnellen B-Movies, dem »Hollywood Reporter«. Aber es sei doch auch eine Gelegenheit, die Attitüde von »Barbie« und die Düsternis von »Oppenheimer« zu kombinieren für etwas »schwarzen Humor«.

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Charles Band, Jahrgang 1951, hat in seiner Karriere mehr als 60 Filme selbst gedreht und noch viele andere als ausführender Produzent verantwortet. Zu seinem Werk zählen Filme mit so vielversprechenden Titeln wie »Dollman – Der Space-Cop!«, »Evil Bong« oder »Corona Zombies«. In den Nullerjahren liefen seine Filme »Blood Dolls« und »Puppetmaster II« im Nachtprogramm deutscher Fernsehsender. Und angesehene Schauspielerinnen wie Demi Moore (in »Der Killerparasit«) oder Helen Hunt (in »Trancers«) verdanken Band erste große Spielfilmrollen.

Über die Besetzung von »Barbenheimer« gibt es noch keine näheren Informationen. Aber Regisseur Charles Band freut sich, einen albernen Film zu drehen in diesen Zeiten, in denen jeder Kino-Neustart düster sei. Die Idee zu »Barbenheimer« habe sein Biograf gehabt, Adam Felber. Die beiden verfassten gemeinsam den Titel »Confessions of a Puppetmaster: A Hollywood Memoir of Ghouls, Guts and Gonzo Filmmaking«.

Das Drehbuch und einige Songs hat bereits Brian Wecht geschrieben, eine Hälfte des Musik-Comedy-Duos Ninja Sex Party. Bevor gedreht werden kann, muss allerdings Charles Band noch einen anderen Film vorher vollenden. Sein Titel: »Bad CGI Gator«.

feb