Berlinale 2008: Costa-Gavras wird Jury-Präsident - DER SPIEGEL
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Berlinale 2008 Costa-Gavras wird Jury-Präsident

Einen goldenen Bären hat er schon, jetzt kehrt er zurück nach Berlin: Der griechisch-französische Regisseur Constantin Costa-Gavras wird Jury-Präsident der Berlinale 2008. Festival-Direktor Kosslick würdigte den Oscar-Preisträger ("Z") als politischen Filmemacher.
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Berlin - Seine Arbeit vereine Gesellschaftskritik und große Kunst, würdigte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick den 74-jährigen in Frankreich lebenden Constantin Costa-Gavras und ernannte ihm zum Jury-Präsidenten der kommenden Berlinale. Der Regisseur griechischer Herkunft gehöre zu den renommiertesten Vertretern des engagierten, politischen Films.

Costa-Gavras' Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet. Er ist auch Präsident der französischen Cinemathèque. Nach dem Studium an der Pariser Filmhochschule feierte Costa-Gavras 1965 sein Regie-Debüt mit "Mord im Fahrpreis inbegriffen". Der internationale Durchbruch gelang ihm 1969 mit dem Politthriller "Z", für den er mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde: für die beste Regie und das beste Drehbuch.

Zu seinem umfangreichen Werk gehören unter anderem "Missing" (1981) über den Militärputsch in Chile, "Verraten" (1988) über Rassismus in den USA sowie "Music Box", für den Costa-Gavras den Goldenen Bären bei der Berlinale 1990 erhielt. 2002 war Costa-Gavras im Wettbewerb der Berlinale mit "Amen" vertreten. Die Verfilmung des Theaterstücks "Der Stellvertreter" von Rolf Hochhuth thematisiert die Verstrickungen der katholischen Kirche in den Nationalsozialismus.

Nach seiner Jury-Tätigkeit bei der 58. Berlinale beginnt Costa-Gavras im März 2008 mit den Dreharbeiten für seinen nächsten Film. Mit "Eden is West" dreht er erstmals nach fast 40 Jahren wieder in seinem Heimatland Griechenland. Die Internationalen Filmfestspiele Berlin 2008 finden vom 7. bis 17. Februar statt.

hoc/AP

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